Was ist ein Blindtext?
Ein Blindtext ist ein Platzhaltertext ohne echte Bedeutung. Er füllt ein Layout mit Buchstaben, solange der richtige Inhalt noch fehlt. So siehst du, wie Schrift, Zeilen und Abstände wirken, ohne dass dich der Inhalt ablenkt. Das bekannteste Beispiel ist Lorem ipsum. Genau solche Texte erzeugt der Generator oben, in zwölf Stilen vom lateinischen Klassiker bis zum deutschen Märchenton.
Wofür du Blindtext brauchst
Blindtext beantwortet eine einfache Frage. Wie wirkt das Design, bevor der Text fertig ist? Fast immer steht das Layout vor dem Inhalt. Der Kunde liefert seine Texte später, fertig aussehen soll die Seite trotzdem schon heute.
Mit Platzhaltertext prüfst du Schriftgröße, Zeilenabstand und Spaltenbreite. Du erkennst, ob eine Überschrift bei langen Wörtern umbricht. Du siehst, wie viele Zeilen in eine Card passen. Im Webdesign füllst du so Templates, Komponenten und leere CMS-Felder. Auch Mockups, Druckvorlagen und Präsentationen brauchen guten Blindtext.
Woher kommt Lorem ipsum?
Lorem ipsum ist in Teilen über 2000 Jahre alt. Die Wortfetzen stammen aus "De finibus bonorum et malorum", einer Schrift des römischen Philosophen Cicero aus dem Jahr 45 vor Christus. Im Original geht es um die Frage nach dem höchsten Gut. Für den Platzhalter wurde der lateinische Text zerstückelt und unleserlich gemacht.
"Lorem" ist deshalb kein echtes Wort, sondern ein Rest von "dolorem". Als Platzhalter im Druck taucht der Text seit dem 16. Jahrhundert auf. Populär wurde er in den 1960er Jahren durch Letraset-Bögen und später durch die ersten Desktop-Publishing-Programme. Aufgeklärt hat die Herkunft der Latein-Professor Richard McClintock.
Lorem ipsum oder sinnvoller Blindtext?
Früher war Lorem ipsum gesetzt. Heute hängt die Wahl vom Projekt ab, denn beide Varianten haben ihre Stärken.
Dafür spricht Lorem ipsum
Lorem ipsum lenkt nicht ab, weil niemand Latein mitliest. Die Wörter verteilen sich gleichmäßig und wirken natürlich im Satz. Für reine Typografie-Tests ist das die sauberste Wahl.
Das spricht dagegen
Latein hat andere Wortlängen als Deutsch, und Umlaute wie ä, ö, ü fehlen ganz. Dein Kunde versteht kein Wort und wird bei der Abnahme schnell unsicher. Bleibt der Text aus Versehen online, wirkt die Seite unfertig.
Wer schon mal ein deutsches Layout mit lateinischem Blindtext abgenommen hat, kennt das Problem. Der Kunde stolpert über die fremden Wörter, statt auf das Design zu schauen. Deutsche Blindtexte wie "Ich bin ein Blindtext" oder "Weit hinter den Wortbergen" wirken hier echter. Sie bringen Umlaute mit, treffen die Wortlänge und lassen sich mitlesen. Auch für die Barrierefreiheit ist sinnvoller Text besser, weil ein Screenreader echten Inhalt sauberer vorliest.
Welcher Stil passt wann?
Der Generator bietet zwölf Stile, und jeder hat seinen Moment. Für neutrale Typografie-Tests nimmst du Lorem ipsum. Realistische deutsche Layouts füllst du mit den Klassikern, etwa "Ich bin ein Blindtext" oder den Wortbergen.
Soll der Platzhalter inhaltlich Sinn ergeben, zum Beispiel in einer Kundenpräsentation, passen die Stile Hilfreich und Sachlich. Für lockere Projekte gibt es Gummibärchen-Text und Hipster-Ipsum. Und wenn der Tag lang war, sorgen Behördendeutsch und DevOps-Leid für eine kurze Pause.
Häufige Fragen zu Blindtext
Wie viel Blindtext brauche ich?
So viel, wie dein echter Inhalt später ungefähr lang wird. Für eine Überschrift reicht eine Zeile, für einen Artikel ein paar Absätze. Die Anzahl stellst du oben mit Plus und Minus ein.
Ist Lorem ipsum urheberrechtlich geschützt?
Nein. Der Text ist sinnentstellt und sein Ursprung über 2000 Jahre alt. Du darfst Blindtext kostenlos nutzen, privat wie kommerziell.
Schadet Lorem ipsum meinem Google-Ranking?
Nur wenn er aus Versehen online bleibt. Platzhaltertext auf einer fertigen Seite wertet Google als dünnen Inhalt. Tausche jeden Blindtext vor dem Launch gegen echten Text aus.